Ede's Suedostasien Blog

Kambodscha und Laos mit den Augen eines Schweizer Travellers gesehen...

Sonntag, Oktober 19, 2008

Unbeschwerte Tage in Nakorn Phanom

Die letzten Tage in NKP waren recht angenehm. Das Wetter hier ist schoen kuehl - kein Vergleich mit der Hitze an der Kueste. Fan musste heute nach Bangkok zurueckreisen und ich werde morgen meinen Laos-Abstecher beginnen. Ich hoffe, dass wir nicht verregnet werden auf dem Weg nach Kuankacha. Wir, das sind Scott und ich. Scott habe ich in Phnom Penh vor 3 Wochen kennengelernt und als ich ihm vom Bergdorf in Laos erzaehlte, hat er spontan gesagt, da wuerde er auch gerne mitgehen... jo, und morgen gehts jetzt also los...

Einer der Hoehepunkte hier in NKP war der Besuch im Duck Pub, der lokalen Diskothek. Da bleibt jeweils kein Auge trocken :) Ich habe mich wieder koestlich amuesiert und auch Fan hat gut gestaunt wie die Isan-Kids feiern... leider war Nina nicht in Form, und so ist der Besuch bei Ihr ausgefallen. Seit heute wohne ich wieder in Nicks Haus hier - wir waren schon waehrend den Festivitaeten dort stationiert, haben uns aber danach im Hotel einquartiert. Fuer mich alleine ist es aber grade so gut in Nicks Haus zu wohnen. Alles in allem war NKP wieder mal einen Besuch wert.

Ich bin gespannt, wie mir nun Laos gefallen wird. Thailand kommt eher besser als auch schon - unter anderem auch, weil viele Touristen Ihre Reise hierher gecancelt haben. Ich merke aber weder vom Krieg zwischen Thailand und Kambodscha noch von den politischen Problemen in Bangkok was.

Den naechsten Bericht gibts dann wohl erst in ein paar Tagen, denn die Internet-Verbindungen in Laos sind eher duenn gesaeht. ImBergdorf geht natuerlich eh gar nix mit Internet. Ich konnte die letzten Tage allerdings meinen Kumpel Boungluai, den Headman von Kuankacha, nicht erreichen. Eventuell muessen Scott und ich also auf gut Glueck in die Berge aufbrechen... das besorgt mich aber auch nicht sonderlich.

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Feuerboot-Festival in Nakorn Phanom

Seit Montag sind wir (Fan und ich) in Nakorn Phanom. Ich wusste gar nicht, dass wir genau zum Feuerboot-Festival hier eintreffen wuerden. Das hat die ganze Sache aber natuerlich noch viel spannender gemacht, denn normalerweise ist Nakorn Phanom ein eher verschlafenes Kaff, doch waehrend dem Festival brummt die Stadt gewaltig.

Pattaya ist mir denn doch wieder relativ schnell langweilig geworden. Man kann zwar wunderbar essen dort und einkaufen gehen, aber irgendwann ist man halt satt und hat alles... dann ist es Zeit, weiter zu ziehen. Der Besuch bei Nick am Sonntag war nur ein Tages-Stopover. Ich habe mich sehr gefreut, ihn wohlbehalten wieder zu sehen, auch wenn er schon wieder richtige Schauergeschichten aus seinem Leben zu erzaehlen wusste. Zu unserem Glueck hat er immer noch ein Haus in Nakorn Phanom gemietet und so waren auch die voll gebuchten Hotels kein Problem fuer uns. Der Ritt mit dem Nachtbus war erwartungsgemaess kein Hit. Fan konnte zwar etwas schlafen, aber ich war wie geraedert, als wir in Nakorn ankamen. Die erste Anlaufstation nach dem Fruehstueck (Fischreissuppe) war das Buero von North by North-East Travel. Brother Yves ist immer noch hier am Werk - allerdings braucht er wohl auch bald mal wieder Ferien.

Danach habe ich mit Kaew (Ex-Frau von Nick, ich nenn sie meine kleine Schwester) in Verbindung gesetzt und wir haben uns fuer Dienstag morgen verabredet. Der Dienstag war der eigentliche Hoehepunkt des Festivals und wir sind recht frueh in Richtung That Phanom losgefahren. Das liegt ungefaehr 50 km suedlich von Nakorn Phanom und ist einer der heiligsten Plaetze fuer Thai-Buddhisten. Aus dem ganzen Isaan (Nordost-Thailand) und sogar aus Laos sind Tanztruppen dort aufgetretten - es war eindruecklich, soviele verschiedene Kostueme und Gesichter auf einem Haufen zu treffen. Wie fast immer in dieser Gegend war ich eine der ganz wenigen Weissnasen an dem Anlass und entsprechend viel Aufmerksamkeit wurde mir zuteil. Auch Fan lernt nun das Angestaunt-Werden kennen; das ist noch etwas gewoehnungsbeduerftig fuer sie, aber sie nimmts erstaunlich gelassen.

Am Nachmittag haben wir in Nicks Haus etwas ausgespannt und am Abend gings dann in die Menschenmasse entlang dem maechtigen Mekong-River... die Boote sehen fantastisch aus und es war auch einiges Feuerwerk zu sehen. Die Raketen sind allerdings recht abenteuerlich und Verletzte sind bei solchen Anlaessen an der Tagesordnung. Wir kamen allerdings ungeschoren davon und auch die Besoffenen konnten uns nix anhaben. Erstaunlicherweise haben wir das ganze Abendprogramm zu Fuss bewaeltigen koennen - allerdings war Fan danach fix und foxi :) Heute werden wir uns einen ruhigen Tag goennen und ab morgen goennen wir uns noch 2 Tage im feinen Hotel. Fan muss am Samstagabend den Bus nach Bangkok besteigen und ich werde am Sonntag nach Laos einreisen. Ich konnte zwar bisher meinen Freund Boungluai aus dem Bergdorf Kuankacha noch nicht erreichen, aber ueblicherweise treffen wir uns eh irgendwann in der Stadt...

Wie Ihr seht, gehts mir also weiterhin vom feinsten. Ich hoffe, dass ich Euch die naechsten Tage hier mal ein paar Bilder hochladen kann. Von laos aus duerfte es dann schwieriger werden Euch auf dem laufenden zu halten. Internet ist immer noch nicht sehr weit verbreitet dort...

Freitag, Oktober 10, 2008

Gute Zeiten - zurueck in Pattaya

Liebe Leser,

ich habe grade festgestellt, dass ich Euch etwas vernachlaessigt habe in den letzten Tagen. Deshalb gibts wohl heute einen etwas ausfuehrlicheren Bericht. In Kampot war noch reichlich Action bevor Hampi und ich Richtung Sihanoukville weitergezogen sind. Die Koechin von Max, die kleine Schwester seiner Frau, hat einen Romeo-und-Julia-wuerdigen Abgang geschoben und so war den naechsten Tag immer mal wieder Besuch von den Bullen angesagt, denn es bestand der Verdacht, dass Romeo, in Abweichung vom Script, Julia an ein Bordell weiterverkaufen wuerde... angeblich hat sich die Lage wieder beruhigt, auch wenn Julia bei unserer Abfahrt noch nicht zurueck war :) Ich bin noch mal mit dem kleinen Boot etwas in der Gegend rumgepaddelt und das hat mir gut gefallen. Ansonsten hab ich ja nicht grade viel Sport getrieben waehrend meines Aufenthalts in Kambodscha. Auf den Phnom Penh Abstecher habe ich dann doch verzichtet...

In Sihanoukville wollte ich erst gar nicht recht bleiben, aber dann war das Wetter ganz ok und so haben wir uns entschlossen, doch eine Nacht an der Otres-Beach zu verbringen. Herrliche kleine Langusten habe ich mir zur Feier des Tages gegoennt und auch sonst war das Essen wieder ganz hervorragend. Ein Schwumm im Meer war auch nicht zu verachten, zumal diesmal keine Quallen in Sicht waren. Am naechsten Tag habe ich dann aber bemerkt, dass mich diesmal die Sandfliegen ganz schoen gebissen haben :( Meine Vorurteile gegen Vietnamesinnen wurden wieder mal bestaetigt, als ich am Abend Phear vom Blue Mountain mitgenommen habe. Huebsch anzusehen, aber irgendwie zu arg drauf... ich ziehe in der Angelegenheit die Siamesinnen weiterhin vor ;)

Am naechsten morgen haben wir ausgiebig gefruehstueckt und uns dann wieder in Hampis Camry gesetzt und die Stadt gestuermt. Er musste noch einen Haufen Zeugs fuer die Kumpels in Koh Kong und sich selbst einkaufen. Es war brutal heiss und gegen 12 gings dann endlich los Richtung Koh Kong. Wir sind sehr gut voran gekommen, denn unterdessen sind alle 4 Bruecken auf der Strecke fertig gestellt. Ergo waren wir um 15.00 schon in Tatai, kurz vor Koh Kong. Urs und Sonja, gute alte Bekannte von Koh Chang, wohnen momentan dort bei der Bruecke im Haus eines der Schweizer Andys, die sich dort rumtreiben... ihr Haus in Koh Chang wurde unterdessen von der Navy demoliert... sie suchen nun eine Bleibe in Kambodscha und scheinen die Gegend von Koh Kong zu bevorzugen. Es ist natuerlich auch sensationell wieviele unerschlossene Gebiete es in der Region Koh Kong noch gibt. Kurz vor der Ankunft in Koh Kong ist uns noch ein Reifen geplatzt und wir rollten auf der letzten Rille in eine Werkstatt rein. 5 Kilometer frueher und wir waeren in der Pampas gestrandet.

Ich habe mich dann bei Otto eingenistet und habe aber schon schnell gemerkt, dass ich das Reissen nach Pattaya hatte. Ergo habe ich gar nicht mehr viele Aktivitaeten entfaltet, sondern nur ein paar Leute wie Thomas und Jason besucht und mich angenehm mit Otto unterhalten. Ana habe ich tunlichst gemieden und als mich in der Stadt ploetzlich eine Bekannte von Ana entdeckte, reifte in mir der Entschluss am naechsten Tag nach Pattaya weiterzureisen.

Jo, und das war vorgestern... der Trip war ereignislos ausser einem maechtigen Gewitter dass ich auf der Busstation in Trat erleben durfte. Seither lass ichs mir gut gehen hier in Pattaya. Klaus ist grade in Deutschland, aber wohnen darf ich bei ihm im Brauhaus trotzdem. Ich habe mich schon beim letzten Besuch hier mit Fan angefreundet, eine aufgestellte, kleine Thailaenderin, die mir in einer Bierbar aufgefallen ist. Sie schaut aus wie 18, ist aber schon 32 und vermutlich von chinesischer Abstammung. Unser Wiedersehen war hoch erfreulich :) Da es auch recht ausgiebig regnet momentan sind auch nicht grade viele Aktivitaeten ausserhalb eines engen Rayons geplant. Romil, den Schneider werde ich heute noch besuchen. Mit Joerg habe ich hier einen guten neuen Mitspieler fuer mein Internetgame gefunden und er hat meine Rolle im Game weitgehend uebernommen. Heute sind wir am Nachmittag zwei Stunden bei Kaffee und Kuchen auf der Veranda gesessen und haben mit seinem Laptop gezockt und die weitere Vorgehensweise besprochen... vielleicht werde ich mir das in Zukunft doch auch antun mit einem kleinen Laptop zu reisen.

Nun besteht also wieder mal die Gefahr, dass ich hier noch ein paar Tage verhaengen werde. Ich habe unterdessen endlich Nick in Bangkok mal wieder erreicht und er wird dann irgendwann die naechsten Tage mein naechster Reisehalt sein. Erfahrungsgemaess haelt es mich jeweils nicht lange in Bangkok, aber das habe ich von Phnom Penh auch schon gesagt. Nach Bangkok geh ich dann weiter nach Nakorn Phanom und danach nach Laos.

Samstag, Oktober 04, 2008

Alles gut in Kampot

Ich habe ruhige Tage in Kampot hinter mir. Morgen werde ich wohl noch einen ungeplanten kurzen Abstecher nach Phnom Penh starten, bevor ich dann via Koh Kong nach Thailand ausreisen werde. Gestern habe ich mir das Paddelboot von Max ausgeliehen und bin etwas auf den Kanaelen hier rumgerudert... zudem war ich auch mal kurz am Schwimmen, aber das Wasser kommt aus den Bokor-Bergen und ist zisch-frisch. Eine kleine Boa wurde im Restaurant von Utopia gesichtet - sie ist wohl hinter dem grossen Gecko her, der in der Kueche wohnt. Max hat die Schlange aber elegant rausbugsiert und via Fluss hat sie sich dann langsam verkruemmelt... die reizende kleine Kao, die Koechin von Utopia, hat heute nacht die Fliege gemacht und damit wohl ein kleines lokales Drama eingeleitet... dazu mehr in meinem naechsten Eintrag.

Otto hat leider nicht richtig die Welle gefunden hier in Kampot, er wird langsam ein etwas schwieriger Kumpel. Ich mag ihn aber doch immer noch gut und hoffe einige Qualitaetszeit mit ihm in Koh Kong verbringen zu koennen. Hampi ist momentan mit einem Camry ausgeruestet und es ist schon praktisch, wenn man sich morgens einfach schnell reinsetzen kann und losduest... so sind wir heute auch schon zeitig auf der Canadia-Bank gewesen, wo ich einen Travellers-Check gewechselt habe und mich als Banker geoutet habe... das gibt dann immer die interessanten Gespraeche mit den Bank-Fraeuleins :)

Donnerstag, Oktober 02, 2008

Utopia in Kampot

Ich wohne im moment grade in der Waterworld von Colonel Kurtz. Nach meinem etwas ueberstuerzten Abzug aus Kep bin ich mit einem Moto nach Kampot gefahren und erst mal im Kampot Guesthouse abgestiegen. Dann habe ich mich bei Orchid Guesthouse schlau gemacht wegen der Bokor-Hill-Ausflug Geschichte, aber momentan kostet die Sache 40 Dollars, weil die Strasse im Bau ist und angeblich nur der Wagen der Rangers durchkommt. Ich hab dann erst mal ein Fahrrad gemietet und bin damit etwas durch das Staedtchen Kampot geradelt. Irgendwann hat mich dann der Hafer gestochen und ich bin in das Seitental Richtung Tuek Chou reingeradelt. Ich kenne die Piste schon und wusste, dass da 2-3 interessante Plaetzchen sind.

Als es leicht zu regnen anfing war ich grade in der Region "Boddhi Chill Out" - ein australisches Paerchen betreibt da ein kleines GH/Restaurant; sie war mit Chill Consultant angeschrieben.... hab was kleines gegessen da und dann gings schon bald weiter talaufwaerts, denn nun war bestaetigt, dass da irgendwo noch Max von Utopia rum-zigeunert. Gegen abend hab ich das dann endlich gefunden und da war schon eine kleine Party in Gang. Ich habe mich schnell mit Ted angefreundet, einem Kanadier, der hier mit Real Estate zu tun hat. Er kennt uebrigens auch den Doktor Jean-Michel recht gut, der Kreis schliesst sich da so langsam... Ted hat mich mit dem Auto dann zurueck in die Stadt mitgenommen und ich hab das Velo erst mal bei Max im Utopia stehen lassen. Am naechsten morgen bin ich dann per Tuktuk nach Utopia umgezogen, da mir die Lage direkt am Fluss sehr gut gefaellt und der Family-Betrieb von Max gute Sachen zustande bringt... meine Kumpels Hampi und Otto aus Koh Kong haben sich fuer gestern abend auch noch angesagt und so gab das eine frohe Wiedersehnsparty in Utopia. Da Otto sein Verbandszeug fuers Bein vergessen hat, duesen die 2 jetzt grade durch Kampot und ich habe die Chance ergriffen, mal wieder den Blog zu fuettern.

Ich bleibe wohl jetzt erst noch 2-3 Tage hier, dann vielleicht 1-2 Naechte in Sihanoukville, 1-2 Naechte in Koh Kong und dann bin ich reif fuer einen kurzen Abstecher nach Thailand....