Ich habe gestern ein Email von Stefan (einer der Koh Chang Divers Buben) erhalten und moechte Euch seinen Abenteuerbericht aus Nord-Laos nicht vorenthalten:
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jo, der gert und ich sind bis jetzt ca 1'500 km auf unseren 250 ccm honda baha's gefahren, die wir vor 11 tagen in vientiane (hauptstadt von laos) gemietet haben. wir sind dann direkt richtung norden aufgebrochen. die landschaft hier ist unglaublich schoen, fast alles hohe berge die komplett von dschungel bewachsen sind, fluesse die sich durch karstfelsen schlaengeln und strassen (kurve an kurve) die super zu fahren sind oder teilweise bis zu hundert kilometer pure schotter- und offroad pisten die ueber 2000 meter hohe berge und durch dichtesten dschungel fuehren. die meisten doerfer haben keinen strom und fliessend wasser, nur bast huetten und gekocht wird am offenen feuer. in den topf kommt, was der dschungel so hergibt (hier kann sich jeder seine eigenen gedanken machen!!!).
durch die doerfer heisst's langsam fahren, denn dort kreuzen ganze zoologische gaerten die 'strasse'. hunde, schweine, hennen, haehne, bueffel, kuehe.... etc. hatten auch schon einige opfer zu beklagen, einen hund, ne henne und am gleichen tag noch nen hahn. eigentlich hat sie alle der gert auf dem gewissen...;-) wenn man durch die doerfer faehrt, kommt sich sich vor wie auf der tour de france... kinder kommen aus alles ecken hervor und winken und kreischen, oft gruessen auch die alten mit einem laecheln. wenn man stehen bleibt, sogar im dschungel ist man ploetzlich umringt (meist mit sicherheitsabstand) von duzenden von menschen, woher die alle so schnell kommen bleibt eines der grossen geheimnisse des lebens!!??
ich hatte in der naehe von xam nua, an der vietnamesichen grenze meinen platten, der zum glueck nur einen tag zum reparieren gekostet hat. dort wars abends so kalt dass ich 2 armeehosen, 3 t-shirts, eine jacke mit kapuze und noch einen parka darueber getragen hatte. geschlossene raeume oder geschweige denn eine art heizung gibts nirgends. die locals sitzen in der kueche um ein feuer, die touris, wenn ueberhaupt ausser uns welche anwesend waren, sitzen am tisch und zittern sich den ar... ab!!! vor drei tagen hatte gert seinen platten mitten im dschungel an der chinesischen grenze auf einer krassen off-road strecke ueber bergpaesse. 50 km zur naechsten geteerten strasse, 35 km zum naechsten 'ort' mit einem 'reifen-service'. jo, irgendwie kamen wir dann dorthin dank eines einheimischen, seinem klapprigen pick-up und sau-viel glueck! der reifen war dann bald geflickt, als wir aber nach einer sehr interessanten nacht im 'guesthouse' dort weiterwollten, lief gert sein bike nicht mehr an. trotz aller bemuehungen ging nichts mehr! also sassen wir fuer 2 tage im absoluten NIRGENDWO fest. keine menschenseele auch nur ein wort englisch, kein weisser, 2 guesthaeuser die den namen bei weitem nicht verdienen und zum glueck fing's dann auch noch an zu schuetten (es staubte dann halt nicht mehr, dafuer versank das dorf knietief im schlamm!!!!!) und es wurde wiedermal bitter kalt! Nach zwei tagen bekamen wir dann endlich einen grossen ueberlandbus auf den wir dann, nach zaehen verhandlungen mit zeichensprache, der hilfe des freundlichen reifenhaendlers des dorfes und einigen brocken thai meinerseits unsere bikes mit einem seil und viel muskelkraft aufs DACH!!!!! hieven und festbinden durften. kostete uns allerdings ein vermoegen von 80 US dollar! danach gings dann in dem total ueberladenen bus auf einem plastik hocker im gang fuer 13 stunden nach luang prabang. logischerweise verfing sich der bus 5 std spaeter in einer stadt mit unseren motorraedern in einer stromleitung und riss diese fast herab und einen rueckspiegel an meinem motorrad ab!
kamen dann gestern nacht um 1.30 endlich hier in luang prabang an und brachten heute unsere bikes in die werkstatt. ich wollte eigentlich nur meinen blinker richten lassen, habe aber nun einen komplett verwirrten mechaniker, gar keinen funktionierenden blinker und das motorrad in der werkstatt zurueck gelassen :-) Alles in allem haben wir bis jetzt unvergessliche Eindruecke und landschaften, meist sehr offene, interessierte und freundliche menschen getroffen, die eine so unglaublich andere lebensweise haben als wir 'zivilisierten' weissen. Aber eins ist sicher... nordlaos auf dem motorrad ist wirklich ein abenteuer...und meist greift plan A und plan B ueberhaupt nicht, und dann heisst's geschmeidig bleiben.....!!!!! So, dass waren unsere letzten tage im schnelldurchlauf und ich hoffe ich habe euch mit dieser langen mail nicht allzu sehr gelangweilt. ich gehe jetzt eine schoenes beerlao trinken.... viele liebe gruesse aus luang prabang stefan ICH BIN ZEUGE!!! Gert
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Die Jungs scheinen sich also auch gut zu amuesieren in Laos :-)
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