Der erste Abschnitt meiner diesjaehrigen Reise neigt sich dem Ende zu. Seit gestern nachmittag sind wir zurueck in Siem Reap, wo ich mit Mueh und Not noch ein Zimmer gefunden habe. Dafuer ist es auch ein sehr schoenes Zimmer - im "Golden Temple"... Heute fliege ich weiter nach Vientiane, Laos. Dort bleib ich wohl 2 Naechte und dann gehts weiter nach Thakaek und Kuankacha, mein geliebtes Bergdorf.
Hampi, Mom und Anna sind ab Sihanoukville mit dem Boot nach Koh Kong zurueckgefahren. Ich habe Anna 300 USD gegeben um sich aus Ihrem Sklavendasein auszukaufen. Seit vielen Jahren ist sie nun erstmals wieder frei, zu tun was sie will. Ich bin gespannt, wie sie mit der neuen Freiheit umgehen kann. Hampi wird Ihr waehrend meiner Abwesenheit Deutsch-Unterrricht erteilen und sie etwas im Auge behalten. Mehr dazu spaeter...
Die Reise ab Sihanoukville verlief erfreulich ereignislos. Ich habe Saven als Co-Pilot um all die Container-Trucks herum gelotst und wir sind in Phnom Penh gleich durch die ganze Stadt gefahren und ueber die Japanische Freundschaftbruecke Richtung Siem Reap geschlichen. Etwas ausserhalb haben wir ein schoenes Drive-In Hotel gefunden und uns dort einquartiert. Den Abend haben wir in einem klassischen Khmer-Restaurant mit Gesangsprogramm verbracht. Das Essen war allerdings besser als das Gesangsprogramm...
Gestern morgen sind wir dann frueh auf gewesen und haben uns ein kleines Fruehstueck gegoennt, bevor es wieder auf die Piste ging. Saven ist wie gewohnt sehr sicher gefahren. Die letzte halbe Stunde vor Siem Reap hat er dann aber meine Nerven nochmals ziemlich strapaziert - vermutlich war er gedanklich schon zu hause. Kaum hatte er mir gesagt, dass er noch nie irgendjemand oder irgendwas ueberfahren hat - schon hat er ein Huhn platt gemacht. Er wirkte dann ziemlich bedrueckt und sein einziger Kommentar war: I dont want that...
Zuletzt klappte aber doch alles reibungslos und gluecklich kamen wir in Siem Reap an. Am Abend habe ich Saven noch zu einer Massage eingeladen und dabei habe ich Yi kennengelernt. Erst wollte man mir einen Buben verpassen fuer meine Massage - da musste ich motzen... dann aber kam Yi und knetete mich wunderbar durch. Es stellte sich dann auch noch raus, dass sie nebst etwas Englisch fast perfekt Thai spricht. So wurde die Massage dann eine recht lustige Angelegenheit; ein Palaver in Khmer, Englisch und Thai...
Jo... der naechste Bericht kommt aus Laos. Vientiane, die schlaefrigste Hauptstadt der Welt; so koennte der naechste Titel lauten ;-)
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